Scrum Artefakte

Bei Scrum gibt es verschiedene Dokumente, die sogenannten Artefakte. Artefakte ist ein anderes Wort für „Greifbares“, also Sachen, die man wirklich in die Hand nehmen kann. In Scrum sind es meistens die Dokumente.

 

Product Backlog – Was und welche Reihenfolge?

Was soll entstehen und in welcher Reihenfolge soll es entstehen? Scrum nennt das Dokument, indem diese Informationen enthalten sind, Product Backlog.

Das Product Backlog ist eine priorisierte Liste aller Anforderungen. Das wichtige an dem Dokument ist, dass es streng priorisiert ist. Es sind keine zwei Sachen gleich wichtig. Evtl. drückt man die Priorität in Business Value aus.

Verantwortlich für das Product Backlog ist allein der Product Owner. Das Team schaut zwar in das Product Backlog rein, aber der Product Owner ist die Person, die die Prioritäten festlegt, nachdem die Funktionalitäten zusammengetragen wurden.

Ein Product Backlog hat üblicherweise Inhalt nicht nur für den aktuellen Sprint, sondern für mehrere Sprints, meistens sogar für mehrere Produktversionen.

Das Product Backlog muss ständig erweitert und gepflegt werden. Der Product Owner nimmt im Laufe der Zeit immer wieder neue Sachen mit auf. Die regelmäßige Pflege eines Product Backlogs nennt man auch Grooming und ist essenziell. Ohne ständige Pflege würde das Product Backlog schnell veralten und hätte keinen Mehrwert mehr.

 

Sprint Backlog – Wie?

Wie soll die Entwicklung umgesetzt werden? Die technischen Details werden im Scrum im sogenannten Sprint Backlog festgehalten.

Ein Sprint Backlog ist eine Teilmenge des Product Backlog, also eine Teilmenge der Funktionalitäten, die entstehen sollen.

Das Sprint Backlog ist sozusagen die Arbeitsanweisung für das Team, die sich das Team selber gibt. Im Sprint Backlog stehen die detaillierten Arbeitsschritte, die zu realisieren sind.

Zum Unterschied zum Product Backlog, welches über mehrere Sprints gehen kann, beinhaltet das Sprint Backlog immer nur die Arbeitspakete für einen Sprint. Die Arbeitspakete haben verschieden Informationen. Es muss festgehalten werden, worum es sich handelt, in welchem Status (not started, in progress, done) sich das Arbeitspaket befindet und wie lange das Arbeitspaket in Stunden noch dauert (Restaufwand).

Verantwortlich für das Sprint Backlog ist das Entwicklungsteam.

 

Burndown Chart – Wo stehen wir?

Wo stehen wir mit der Entwicklung? Sind wir noch auf Kurs? Das Team visualisiert diesen Projektstand in einem sogenannten Burndown Chart.

Der Burndown Chart ist nichts anderes als eine Visualisierung der Informationen. Wie viel Arbeit ist noch übrig, bis der Sprint zu Ende ist. Der Burndown Chart ist also eine Visualisierung des Restaufwandes über die Sprint Zeit.

Der Burndown Chart bildet sich aus den Daten im Sprint Backlog. Der Burndown Chart ist ein Frühwarnsystem für das Team. Das Team soll früh einschätzen können, ob man noch auf Spur ist oder ob die Gefahr besteht, dass man die zugesicherten Inhalte nicht schafft.

Der Burndown Chart ist kein Kontrollinstrument für das Management. Das Management sollte es bleiben lassen, an dem Burndown Chart vorbei zu laufen und Kritik auszuüben. Der Burndown Chart ist nur für das Team da.

 

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